Die Vorstellung des neuen Audi A 8 verleitet zwangsläufig, den Werbespruch der Ingolstädter auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen. Da wäre zuerst einmal die neue Größe, der neue A 8 misst in der Standardversion 514 Zentimeter. Damit besitzt der Audi A 8 Fahrer auf dem Vorstandsparkplatz gegenüber seinen Mercedes S – Klasse und BMW 7er Kollegen einen handbreiten Vorsprung. Das (Leichte) - Gewicht der Audi Alukarosserie (1910 Kilogramm) unterschreitet die vergleichbaren Konkurrenzmodelle aus Stuttgart und München um bis zu 100 Kilogramm, je nach Ausstattung. Bei der technischen Ausstattung hat Audi mit dem neuen A 8 aufgeholt und fährt mit der neuesten Generation von Abstandsradar, Spurhaltehilfe, Tote-Winkel-Warner und Nachtsichtgerät. Hierbei unterscheiden sich die Konkurrenten nur noch um das jeweilige Update der verbauten Version. Die Verkehrszeichenerkennung, wie sie Opel im Insignia anbietet, wird beim Audi A 8 noch nicht angeboten. Beim Motor glänzt der A 8 mit einem unvorstellbaren Normverbrauch für den 3-Liter-V6-TDI von 6,6 Liter Diesel je 100 Kilometer. Den ganzen Beitrag lesen »
Nach den erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit mit McLaren wird Mercedes ab 2010 ein eigenes Werksteam in die Formel 1 Arena schicken. Die Anteilseignerschaft an McLaren wird beendet und die Engländer kaufen die Anteile von Mercedes zurück. Die Stuttgarter übernehmen 75,1 % vom Brawn-Rennstall und kämpfen nach 55 Jahren wieder mit eigenem Team um die Weltmeisterschaft. Brawn-Racing gewann die Königsklasse im Motorsport dieses Jahr als Team-Neueinsteiger. Der als „Superhirn“ titulierte Ross Brawn hat nach Dienstjahren bei Benetton und Ferrari im letzten Jahr die Reste des Honda Rennstall übernommen und mit Mercedes Motoren und Jenson Button die Meisterschaft gewonnen. Der Titel des besten Teams ging ebenfalls an Brawn-Racing. Teamsitz des neuen Mercedes Rennteam ist Stuttgart, gearbeitet wird in England. Teamchef bleibt Ross Brawn und Mercedes Sportchef Norbert Haug steht ihm in Stuttgart zur Seite. Nötig könnte diese Unterstützung gegenüber dem Betriebsrat in Stuttgart werden. Da in den Werken jeder Cent dreimal gedreht wird, ist der Ausstieg aus der Formel 1 ein Wunsch des Betriebsrats. Den ganzen Beitrag lesen »
Toyota, deren Werbespruch alles möglich macht, steigt aus der höchsten Kategorie im Motorsport wegen Erfolgslosigkeit und knappen Finanzen aus. Der Riese aus Japan war 2002 in die Formel 1 eingestiegen, um sich dort mit anderen Automobilherstellern wie Renault, Ferrari, Mercedes und BMW um die Krone des Motorsports zu schlagen. Die Formel 1 steht weltweit für Schnelligkeit, Innovation, Präzision und Show. Das Toyota Formel-1 Team, mit Heimathafen Köln galt in der Branche als Krösus. Alles Geld und technische Know-how des Größten Autohersteller der Welt konnte keinen Grand Prix Sieg einfahren. Erstmals in der Unternehmensgeschichte schreibt der Automobilkonzern nun auch noch rote Zahlen. Dieser Schock und die Formel-1 typischen Streitereien ums Reglement, Sparmaßnahmen, Betrügereien und peinliche Skandale machten den Abschied leichter. Damit ist Toyota neben BMW und Honda innerhalb eines Jahres der dritte Automobilkonzern, der aufgibt. Die letzten verbleibenden Werksteams in der Formel-1 sind damit Ferrari, Mercedes und Renault. Der Ausstieg der Franzosen steht ebenfalls zur Disposition. Den ganzen Beitrag lesen »
„Zwölf ist eine schöne Zahl“, soll Ferdinand Piëch auf die Frage geantwortet haben, wie viele Marken der Volkswagen - Konzern haben sollte.
Der Volkswagen Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch plant also in seiner Amtszeit das
Zwölf-Marken-Imperium. Volkswagen will damit unbedingt Toyota als weltgrößten Autobauer ablösen. Die bisherigen Neun Marken sind VW, Audi, Skoda Auto, Seat, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Scania. Die zehnte Marke des Volkswagen-Konzerns wird der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche. Der lange Machtkampf, der zeitweilig einer Schlammschlacht ähnelte, wurde gewonnen.
Als weitere Marke wird VW den Nutzfahrzeugbauer MAN integrieren. Dazu wird VW seinen 30 Prozent Anteil an MAN ausbauen. Das Geschäft mit schweren VW Lastwagen wurde schon an MAN verkauft. Ferdinand Piëch, Aufsichtsratsvorsitzender bei der MAN Nutzfahrzeuge AG, plant eine Allianz der Brummi Hersteller MAN, Scania und Volkswagen unter seine Fittiche. Den ganzen Beitrag lesen »
Es gibt Zufälle im Leben, die gar keine sind. Neulich beim Spaziergang im Wald erzählte ein Bekannter aus heiterem Himmel von seinem Ford Capri. Zum Gähnen langweilig die Geschichte einer Italienfahrt, bei der er mit defektem Auspuff liegengeblieben war. Glücklicherweise passten die Teile der Abgasanlage vom Ford Taunus, die beim italienischen Händler am Gardasee vorrätig waren. In den folgenden Wochen lese ich ständig Berichte über den Ford Capri und stelle fest, ein Geburtstag steht an. Nun ist es wirklich 40 Jahre her, das dieses Fahrzeug auf dem Autosalon in Brüssel der europäischen Kundschaft vorgestellt wurde.
Der Ford Capri sollte ursprünglich Colt heißen, leider waren die Mitsubishi Häuptlinge dagegen. Also Capri, nach der gleichnamigen Insel im beliebtesten Ferienland der Deutschen. Das Konzept war stark dem amerikanischen Erfolgsmodell Mustang nachempfunden. Die Amerikaner haben für Sport - Coupés mit Großserientechnik den Begriff Pony-Cars geschaffen. Ein optisch sportlicher Wagen zum kleinen Preis, der im 1300er Ford Capri bei siebentausend Deutsche Mark lag. Den ganzen Beitrag lesen »
In Afrika gibt es schlechte Straßen und auf diesen fahren hauptsächlich japanische Geländewagen. In Deutschland gibt es gute Straßen und es fahren keine japanischen Sportwagen. Es ist einsam geworden um die so genannten Reiskocher. Die großen Hersteller aus Fernost kochen nicht mehr mit, in der Riege der Sportwagenköche. Toyota hat gar keinen Sportwagen mehr im Programm, Honda verabschiedet den S2000 und einen Nachfolger für den NS-X wird es nicht geben. Mazda hält den zahnlosen Wankel RX-8 für ein sportliches Auto und Mitsubishi hatte mal einen GT. Ein Hersteller aus Japan hat sich aus diesem Segment des Automarktes noch nicht verabschiedet: der Nissan mit dem Nachfolger der 240 Z, 280 ZX und 350 Z folgt nun der 370 Z. Die Maschine des letzten Samurai der japanischen Sportwagentradition ist auf 3,7 Liter gewachsen und 331 PS stark. Die 366 Newtonmeter und ein Leergewicht von 1500 KG lassen den Nissan in 5,3 Sekunden auf Tempo 100 sprinten, und bei 250 Stundenkilometer regeln die elektronischen Helfer den weiteren Vortrieb ab. Wie beim Vorgänger ist der Sound der V 6 – Maschine genial und als Schmankerl obendrauf gibt es ein automatisches Zwischengas beim Herunterschalten. Den ganzen Beitrag lesen »
Der älteste und erfolgreichste Sportwagen der Welt ist nicht der 911er von Porsche. Die Corvette aus dem Hause General Motors (GM) ist eine Legende. Kein Sportwagen hat mehr Tradition und keiner wurde öfter verkauft. Der Zweisitzer wurde mit 1,5 Millionen Stück seit 1953 produziert und ist inzwischen in der sechsten Generation angekommen. Immer öfter wird die Corvette als reinrassiger Sportwagen getestet und von Fachjournalisten bejubelt. Die weltweiten Rennerfolge in der GT3-Serie und bei den 24-Stunden – Rennen von Le Mans bestätigen die alte Verkaufsregel, dass erfolgreiche Rennautos auch beim Käufer ankommen ( Win on Sunday, sell on Monday) . Die Corvette wird für einen Einstandspreis verkauft, für den der Sportwagenkunde bei Porsche einen Gebrauchtwagen bekommt. Die Käuferschicht der Corvette hat sich über die Jahre ebenso verändert, wie auch die Qualität des Wagens. Nicht die Barbesitzer oder Bordelliers setzen sich an das Steuer des Supersportwagens sondern Mediziner, Steuerberater und Agenturleute. Den ganzen Beitrag lesen »
Eine fast schon ausgestorbene Fahrzeuggattung feiert ihr Comeback. Auf dem Automobilsalon in Genf präsentiert Daimler-Benz das Coupé der neuen E-Klasse. Coupés sind Fahrzeuge, die im klassischen Sinne zweitürig und geschlossen sind. Das, gegenüber der Limousine verkürzte Dach, ruht ohne B-Säule auf zwei Säulenpaaren. Damit belebt der Konzern aus Stuttgart eine alte Tradition, auf Basis der E-Klasse ein klassisches Coupé anzubieten. Mit voll versenkbaren Seitenscheiben und zwei Türen erreicht das neue Modell einen neuen Bestwert beim Luftwiderstand. Mit einem Cw-Wert von 0,24 ist das neue E-Klasse Coupé das strömungsgünstigste Serienautomobil der Welt. Glücklicherweise sieht man es dem Fahrzeug nicht an. Neben der umfassenden Sicherheitsausstattung zählt Komfort zu den herausragenden Qualitätsmerkmalen des neuen E-Klasse Coupé. Alle technischen Features der neuen E-Klasse Limousine sind auch für das Coupé erhältlich. Den ganzen Beitrag lesen »
Mitten in der Wirtschaftskrise setzt Audi seinem Supersportwagen die Sahnehaube auf und präsentiert den neuen R8 5.2 FSI Quattro. Der Zehnzylinder V Motor leistet 386 kW/525 PS und verfügt über ein Drehmoment von 530 Nm. Der Sportwagen spurtet in 3,9 Sekunden von Null auf hundert Stundenkilometer und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 316 km/h. Eine geeignete Strecke zum Ausfahren der Geschwindigkeit ist im öffentlichen Verkehrsraum schwer zu finden. Der Wagen verfügt über den Audi bekannten permanenten Allradantrieb und eine Aluminium Karosserie. Jede Pferdestärke des Wagens muss 3,1 Kilogramm
( Leistungsgewicht ) bewegen. Das Triebwerk ist für Audi – Kenner keine Neuheit. Den Zehnzylinder mit seinem Leistungsvermögen konnten bislang nur Fahrer von S6, S8 und Lamborghini Gallardo genießen. Der Gallardo ist optisch und fahrtechnisch geeignet für den extrovertierten Fahrertyp. Der Audi R8 V10 ist trotz übereinstimmender Technik mehr ein dezenter Vertreter der Supersportwagen. In diesem Segment trifft der R8 V10 auf den Porsche Turbo, der auf die gleiche Klientel baut. Der Zehnzylindermotor ist eine um ein zusätzliches Zylinderpaar verlängerte 4,2-Liter- V8 Audi Konstruktion. Den ganzen Beitrag lesen »
Inzwischen kennt sie jeder, die Umweltprämie oder umgangssprachlich Verschrottungsprämie. Im Rahmen des Konjunkturpakets ist sie beschlossen, zur Förderung des Absatzes von Kraftfahrzeugen und damit der deutschen Automobil -und Zulieferbetriebe. Besser würde das Programm „Maßnahme zur Stützung der Importeure von Billigautos aus Fernost und Rumänien“ heißen. Irrtümlicherweise wollten die Politiker im Wirtschaftsministerium etwas für die Umwelt tun. Sie setzten voraus, dass die Neuwagen umweltverträglicher seien, als die zu verschrottenden Altfahrzeuge. Dem ist jedoch nicht so, da moderne Autos oft stärker motorisiert und schwerer sind als ältere Modelle. Daher verbrauchen sie trotz moderner Technik nicht viel weniger Kraftstoff. Die Umweltprämie berücksichtigt nicht die Abgasnorm des Altfahrzeuges. Somit kann ein sparsames Euro 4 Fahrzeug mit 160 g/km CO2 Emission gegen ein spritsaufendes SUV -Monster getauscht werden und wird mit Prämie belohnt. Das Treibhausgas CO2 ist für die Gewährung der Umweltprämie irrelevant. Den ganzen Beitrag lesen »